Flour (Mehl)
Flour (Mehl)
Nach Abschluss des Mälzprozesses wird das getrocknete Malz (Darrmalz) in der Mühle (mill) vermahlen. Ziel des Mahlvorgangs ist es, die wasserundurchlässige Schale des Korns aufzubrechen, um die stärkereichen Endospermanteile zugänglich zu machen. Dabei entsteht eine Mahlgut-Mischung, die im Englischen als "grist" bezeichnet wird – die Grundlage für die spätere Verzuckerung (Mash) und alkoholische Gärung.
Das Mahlgut besteht idealerweise aus drei Fraktionen in einem ausgewogenen Verhältnis:
- ca. 70 % Grist (Schrot):
mittelkörniger Anteil, der die Hauptmasse liefert und reich an Stärke ist. - ca. 10 % Flour (Mehl):
sehr feine Partikel, die beim Mahlen entstehen und hauptsächlich lösliche Zuckerstoffe und Enzyme enthalten. - ca. 20 % Husk (Spelzen bzw. Kornschalen):
die äußere Hülle des Gerstenkorns, die beim Maischen eine natürliche Filterwirkung übernimmt und das Ablaufen der Flüssigkeit erleichtert.
Ein zu hoher Mehlanteil kann das Maischebett verdichten und den Läuterprozess behindern, während zu viele grobe Anteile die Zuckerausbeute verringern. Daher ist das richtige Mahlverhältnis entscheidend für die Effizienz und Qualität der weiteren Verarbeitung.
Die Zusammensetzung des Grists wird typischerweise durch Siebanalyse (sieve test) überprüft und ist ein kritischer Parameter im Whiskyproduktionsprozess.


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