Whisky-Blog
Kältefiltration (non-/ chillfiltration)
Nicht kaltgefilterter Whisky (non-chillfiltered Whisky) ist einer dieser Begriffe in der Whiskyindustrie, die gesehen, gelesen und gehört werden … und doch verstehen nur wenige Konsumenten wirklich, was sie ist oder bedeutet. In dieser Hinsicht ist es ein bisschen wie Sour Mash in der Bourbon-Industrie – ein Begriff, der auf dem Etikett zu finden ist - eine Aussage, die angeblich eine positive Assoziation hat - und doch wird sie von der Mehrheit der Verbraucher als Hokuspokus angesehen … Sie verstehen nicht wirklich, was sie bedeutet, sondern genießen einfach nur, was in der Flasche ist. Was ist also nicht kaltgefilterter Whisky? Was ist Kältefiltration? Und wie filtriert man etwas kalt? Ist ein nicht kaltfiltrierter Whisky besser als ein kältefiltrierter Whisky? Lasst uns eintauchen in die Materie…
Reifung im Holzfass
Das frisch aus der Brennblase fließende Destillat (Roh- und Feinbrand oder new make) ist vollkommen farblos und hochprozentig. Es kann je nach Brennverfahren bis zu 94,8 Volumenprozent Alkohol (Ethanol) enthalten und könnte zwar theoretisch getrunken werden, doch des Destillat ist rauh (daher die alte Bezeichnung Raubrannt), unausgewogen und garantiert kein Genuss. Erst die heute in vielen Ländern vorgeschrieben Mindestlagerzeit von 3 Jahren im Eichenfass (The Scotch Whisky Regulation 2009,3.1e Scotch Whisky means a whisky that has been matured for a period not less than three years) macht aus dem Raubrannt einen genießbares Getränk.
Neuer Premium-Look für Single Malts & Single Casks
Seit der Übernahme durch Billy Walker und Co. im Jahr 2017 gab es für The GlenAllachie nur eine Richtung: nach oben. Diesen Aufwärtstrend der Brennerei visualisiert jetzt ein neues Design. Diagonale Elemente, Prägungen und Veredelungen repräsentieren den kontinuierlichen Fortschritt der unabhängigen Speysider. Während die The GlenAllachie Single Malts inhaltlich unverändert bleiben, modernisiert und premiumisiert das optische Update die Marke – und bringt die Verpackung mit der Qualität in der Flasche in Einklang.
Seltene Single Wine Casks: Ballechin & Edradour aus Fässern von St. Michael-Eppan
Edradour steht nicht erst seit Übernahme durch Signatory-Gründer Andrew Symington 2002 in der Beliebtheitsskala von Single-Malt-Fans ziemlich weit oben. Die unverfälschten, teils stark rauchigen Whiskys der in den Highlands östlich von Pitlochry gelegenen Brennerei entstehen teilweise noch mit Original-Equipment aus dem 19. Jahrhundert. Für sieben neue Single Casks bündelte „Scotland’s Little Gem“ erstmalig die Kräfte mit einer der renommiertesten Adressen für edle Weine: der Kellerei St. Michael-Eppan aus Südtirol.
NAS-Whisky
In den 1970ern stieg weltweit das Interesse an Scotch Single Malt Whisky. Zu dieser Zeit war eine Altersangabe auf den Flaschen üblich und wurde auch werbetechnisch genutzt. Ein Globalplayer mit etlichen Brennerei (auch in Schottland) warb noch um die Jahrtausendwende mit dem Satz „It‘s the age that matters!“ Beim Konsumenten hat sich in dieser Zeit dadurch das Alter des Whiskys als absolutes Qualitätskriterium etabliert. Damit festigte sich auch die Einschätzung , dass ein 18 Jahre alter Whisky besser ist und mehr kostet als die Abfüllungen mit einem Alter von 12 oder 15 Jahren. In den Jahrzehnten davor waren durchaus jüngere Single Malts auf dem Markt und von Konsumenten akzeptiert und geschätzt – wie Dalmore & Glenfiddich, beide 8 Jahre alt.
Seit etwas mehr als einem Jahrzehnt werden auch NAS-Abfüllungen im Markt angeboten. Doch was ist ein NAS-Whisky? Es ist schlicht ein Whisky ohne Altersangabe.
Whisky Myhten
Im Internet gibt es zahlreiche Artikel und Videos, die angeblich mit sogenannten Mythen über Whisky aufräumen. Was viele von ihnen tatsächlich besprechen, sind lediglich Missverständnisse, und der Inhalt richtet sich hauptsächlich an Anfänger und Neulinge in der Kategorie. Abgenutzte Beispiele sind „Älterer Whisky ist besser“, oder „Der Rauch im Whisky kommt von den verkohlten Fässern“ oder „Sie sollten Ihrem Schluck Wasser hinzufügen“
Indischer Whisky und die multinationalen Konzerne
Indien entwickelt sich schnell zu einem bedeutenden Hersteller von Single Malt Whiskys, und die Marken erfreuen sich bei inländischen Verbrauchern großer Beliebtheit. Wie erste Schätzungen des Branchenverbands Confederation of Indian Alcoholic Beverage Companies (CIABC) zeigen, haben indische Single Malts im Jahr 2023 einen Anteil von etwa 53 % des Inlandsabsatzes erreicht. Die Hersteller von Single Malts indischer Herkunft verkauften im Jahr 2023 etwa 345.000 Karton (jeweils neun Liter) von einem Gesamtabsatz in Indien von rund 675.000 Karton. Für die restlichen 330.000 verkauften Karton zeigen schottische und internationale Produzenten verantwortlich.
Lochlea 5 Jahre
Der mit 50,0 Vol% abgefüllte Lochlea 5 Year Old ist ein Single Malt Scotch Whisky, der aus einer Abfüllung aus fünf verschiedenen Fässern besteht; zwei erstbefüllte ex-Bourbon-Fässer, ein erstbefülltes Oloroso-Sherry-Fass, ein doppelt gereiftes Oloroso-Sherry-Fass und ein doppelt gereiftes Pedro-Ximenez-Sherry-Fass.
Inbetriebnahme von Dallas Dhu?
Dallas Dhu in Moray könnte reaktiviert werden, da wieder über einen Einstieg in die Destillation nachgedacht wird. Dallas Dhu wird als die perfekt erhaltene Zeitkapsel der Destillierkunst beschrieben.
Historic Environment Scotland (HES) verfolgt intensiv die Pläne zur Wiederaufnahme der Produktion an diesem Standort, der derzeit als Museum dient.
Wolfburn The 2024 Anniversary Edition
Bei der diesjährigen Jubiläumsabfüllung handelt es sich um einen leicht getorften Whisky, der aus gemälzter Gerste hergestellt wird, die während des Brennvorgangs mit Torfrauch angereichert wird.
- Seite Zurück
- Seite 1
- ...
- Seite 8
- Seite 9
- Sie lesen gerade Seite 10
- Seite 11
- Seite 12
- ...
- Seite 19
- Seite Weiter
Button.