Streit um Whiskey-Vertrag


Streit um Whiskey-Vertrag
Pressemittielung
Ein Handelsstreit um irischen Whiskey im Wert von 60 Millionen Euro ist vor dem Handelsgericht in Dublin gelandet. Die Kläger fordern Zugang zu den Waren, die ihnen allein gehören, während die Brennerei behauptet, die Lieferung verweigern zu dürfen.
Laut den beim irischen Gerichtsdienst (courts.ie) verfügbaren Unterlagen versuchen O’Malley Ireland Spirits Trading Ltd und ihr verbundener Vertriebspartner Nonto DAC, Eigentumsrechte an einer erheblichen Menge Whiskey-Lagerbeständen zu erlangen, die sie über fünf Jahre von der Great Northern Distillery (GND), dem von John Teeling gegründeten Whiskey-Unternehmen, erworben haben. Die Kläger behaupten, seit Beginn der Geschäftsbeziehung Whiskey im Wert von rund 60 Millionen Euro erworben und die Lagerbestände für die ersten drei Quartale 2024 vollständig bezahlt zu haben. Sie behaupten, GND weigere sich, den Whiskey freizugeben, solange nicht eine separate Gebühr von 6,4 Millionen Euro für Lager- und Transportkosten für das vierte Quartal 2024 gezahlt werde.
Die Zoll- und Steuerlager der Brennerei sind damit Gegenstand des Streits. Üblicherweise wird irischer Whiskey unter Zollverschluss gelagert, wobei die Verbrauchsteuer bis zum Verlassen der Lieferkette ausgesetzt ist.
O’Malley und Nonto behaupten, dass das Eigentumsrecht an dem Whiskey bereits mit der Zahlung auf sie übergegangen sei und GND nun unrechtmäßig ein Pfandrecht an der Ware geltend mache. Sie beantragen eine gerichtliche Feststellung, die ihr Eigentum an den Lagerbeständen bestätigt und jegliches Recht von GND zur Ausübung des Pfandrechts ablehnt. Darüber hinaus beantragen sie, dass GND ihnen sofortigen Zugang zu den Lagerhäusern gewährt, damit sie den fraglichen Whiskey in Besitz nehmen können.
Die voraussichtliche Anhörung zur einstweiligen Verfügung wird vermutlich entscheidend dazu beitragen, ob den Klägern sofortiger Zugriff auf den Whisky gewährt wird, der ihnen nach eigenen Angaben vollständig gehört. Sollte das Gericht GND Recht geben, könnten die Kläger gezwungen sein, das Pfandrecht neu zu verhandeln oder die umstrittenen Gebühren für das vierte Quartal zu begleichen. Sollten die Kläger Erfolg haben, würde dies voraussichtlich einen starken Präzedenzfall für Zolllagerrechte und Eigentumsübertragungen im Großmengenhandel mit Whisky im irischen Spirituosensektor schaffen.
Querlle: The Drinks Business ; 14.05.2025
Bildquelle: Adobe Stock 75439248
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