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  • Datum:
  • 22.08.2017

Wiederbelebung der Destillerien Brora, Port Ellen und Rosbank?

Mitte des Monats gab Diageo die Pläne zur Wiederinbetriebnahme der im Krisenjahr 1983 stillgelegten Brennereien Port Ellen (*1825) und Brora (*1819) - vermutlich im Jahre 2020 - bekannt. Die Investition hierfür wird in der Pressemitteilung mit 35 Mill.£ angegeben. Beide Brennereien sollen für eine Jahreskapazität von 800.000 Litern Alkohol ausgelegt werden – und gehören dann damit zu den kleinsten Brennereien des Konzerns in Schottland.

Tags drauf veröffentlichte Ian Macleod Distillers Pläne zur Wiedereröffnung der 1993 stillgelegten Rosebank Brennerei in Falkirk (Lowlands). Dazu habe man bereits von British Waterways die Brennerei und von Diageo die Markenrechte und Vorräte an gereiftem Whisky erworben. Die geplante Investition wird mit 12 Mill.£ beziffert. Ian Macleod hat bereits die Brennereien Glengoyne (2003) und Tamdhu (2011) von der Edrington Group gekauft.

Die von Diageo geplante Wiedereröffnung der vor über 30 Jahren stillgelegten Brennereien stellt recht unterschiedliche Anforderungen an die technische Ausrüstung:
Brora kann mit den in der Brennerei noch vorhanden originalen Brennblasen arbeiten, während Maische- und Gärbottiche sowie die Kühler fehlen und nach den alten Vorlagen für Form und Material neu angeschafft werden müssen. Damit kann die technische Voraussetzung für das Brennen eines Brora Single Malts in Annäherung an den alten Stils geschaffen werden. Das Malz wird höchstwahrscheinlich nicht mehr vor Ort hergestellt, sondern vermutlich von Glen Ord Maltings, der nächstgelegenen Großmälzerei von Diageo bezogen werden.
Der Großteil des nach 1973 als Brora hergestellten Single Malts hatte einen leicht getorften Highland-Stil.

Bei Port Ellen ist keine technische Ausrüstung mehr vorhanden. Ein Teil wurde 1987 nach der Übernahme durch United Distillers (heute Diageo) entfernt und der Rest mit den Brennblasen nach Übersee (Japan oder Indien) verscherbelt. 1973/74 errichtete Diageo auf dem Gelände der Brennerei die Großmälzerei Port Ellen Maltings, die heute alle Brennereien auf den Inseln Islay und Jura mit Malz beliefert. 2003 wurde dann auch noch ein Großteil der Produktionsgebäude abgerissen. Für die Wiederinbetriebnahme ist daher der Bau eines neuen Gebäudes eingeplant. Die Lagerhäuser hingegen werden noch heute für Lagerung und Reifung von Lagavulin Single Malt genutzt.
Nur mit den noch vorhandenen alten Plänen kann hier die technische Voraussetzung für das Brennen eines Port Ellen Single Malts in Annäherung an den alten Stils geschaffen werden. Der alte Port Ellen hat den für einen Islay Single Malt typischen leicht torfigen Duft, einen sehr vom Rauch bestimmten Geschmack und einen öligen Abgang.
Abfüllungen beider Brennereien erschienen regelmäßig in der 2001 geschaffenen Abfüllreihe Special Releases. Bei den 2006 Special Releases kostete der Port Ellen 21 year old  = 125 £ und der Brora 30 year old = 175 £, während die entsprechenden Abfüllungen bis 2017 (leicht?) im Preis anzogen: Port Ellen 37 year old = 2.625 £ und Brora 34 year old = 1.450 £.

Auch bei Rosebank kann nicht auf eine noch vorhandene Ausrüstung zurückgegriffen werden.
2002 wurden die Gebäude an British Waterways verkauft. Ein Großteil der technischen Ausrüstung aus Buntmetall aus der erst 1993 stillgelegten Brennerei wurde um die Jahreswende 2008/09 während der Feiertage gestohlen – vermutlich von Metalldieben. Die gesamte technische Ausrüstung im alten Brennereigebäude muss also neu installiert werden, darunter die Brennblasen für die Dreifachdestillation sowie Wurmkühler, um Rosebanks historischen Stil des süßen, blumigen Lowland-Single Malt replizieren zu können.
Ein Teil der Gebäude wurde bereits abgerissen und mit Wohnblöcken bebaut. Zusätzlich ist die Lage der Brennerei sehr ungewöhnlich, liegt doch das Gelände heute als Keil  an einem Kreisverkehr der sternförmigen Kreuzung mehrerer Straßen - A803, B816 und der A9 mit der Brücke über den Forth & Clyde Canal. Das dreiecksförmige Gelände bietet durch die angrenzende Straße (A803) und dem Kanal keine echte Möglichkeit einer direkten Erweiterung. Selbst das einstige große Lagerhaus ist durch eine Straße von der Produktion getrennt und inzwischen zu einem Restaurant und Wohnungen umgebaut.   

 

Div. Quellen

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