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Unsere Geschichte

von links nach rechts: Doris, Cornelia, Jürgen, Catharina und Aike Setter

Vorwort

Die Gründung des Versandhandels basiert auf meiner Begeisterung für die Sache Scotch Malt Whisky während der Studienzeit. Das Zusammentreffen mit gleichgesinnten Studienkollegen war eine nicht zu unterschätzende zusätzliche Triebkraft. Versuchsdurchführungen und deren Auswertungen ergaben häufig einen bis in die späte Nacht andauernden gemeinsamen Aufenthalt im Chemischen Institut - eine gute Basis für einen intensiven Gedankenaustausch, für die Entwicklung und Umsetzung von Ideen. Der Bericht über die Zeit in Gießen fällt daher recht umfangreich aus, denn etliche der für die spätere Firmengründung und -entwicklung wichtigen Ideen und Anregungen stammen aus den gemeinsamen Diskussionsrunden mit den Kommilitonen in Gießen.
Die Zeit nach Gießen war sicherlich für die Firmenentwicklung viel bedeutsamer, doch für eine Chronik sind einzelne Entscheidungen und daraus folgende Umsetzungen oft wenig erzählenswert, da es sich hierbei häufig um logisch aufeinanderfolgende Schritte handelt, die bei vielen Unternehmen zu finden sind.

 

Die Zeit in Gießen

Ursächlich für die Gründung des Unternehmens war die Vorliebe meines Doktorvaters für einen Blended Scotch: Johnnie Walker (Red Label, wenn Black Label nicht zu erhalten war) !
Bereits 1971/72 wurde ich während meiner Diplomarbeit nicht nur zu wissenschaftlicher Arbeit angeleitet, sondern auch in die Geheimnisse des Scotch eingeführt. Nach Besprechungen oder Seminaren wurde schon mal ein Johnnie Walker getrunken, häufig mit dem Hinweis, dass ein solcher Blend nur der Verschnitt edler Malt Whiskies mit einfacherem Korn Whisky sei. Sollte uns irgendwann mal der Weg nach Schottland führen, so empfahl uns mein Doktorvater, vor Ort die Herstellung des Malt Whisky und die Aromenvielfalt dieses Getränkes zu studieren.


Der Zeitpunkt kam schneller als erwartet. Eine internationale Tagung über Fluorchemie 1973 in Aviemore in den schottischen Highlands gab den geeigneten Anlass zu meiner ersten Schottlandreise. Die eigentlich nur etwa 10 Mitglieder umfassende Arbeitsgruppe der Fluorchemiker vergrößerte sich nach der Bekanntgabe des Tagungsortes über Nacht auf alle Mitglieder des Institutes und immerhin 33 Studienkollegen traten den Weg in das "gelobte Whiskyland" an. Aus Kostengründen wählte ich die Reise per Fähre in den Raum London und dann die Weiterfahrt im Nachtzug - bereits von Deutschland preisgünstig vorgebucht, natürlich in der 1. Klasse.
Vom Schaffner morgens mit einer Kanne frischem, duftenden Tee geweckt, blickte ich aus dem Fenster und sah gerade die Gebäude einer Brennerei vorbeihuschen: Dalwhinnie, wie ich später feststellte! Ein gutes Zeichen, denn so ging es auch weiter.
Unfassbar war die große Auswahl an Malt Whisky in den Hotelbars des Tagungsortes - mit der man sich nach den Vorträgen unbedingt auseinandersetzen musste. Zur Vertiefung der Kenntnisse über den Scotch Malt fuhr ich per Daumenexpress in das Gebiet Speyside und besichtigte die Brennereien TORMORE, GLENFARCLAS und GLEN GRANT.
Zu dieser Zeit waren am Whisky interessierte Besucher noch recht selten. Eine Führung durch die Brennerei war stets kostenlos und erfolgte meist noch durch den Manager persönlich. Die Probe zur Verkostung bestand nicht wie heute in vorausbezahlten 2 cl, sondern häufig in einer 75 cl Flasche zum Mitnehmen - gute alte Zeit!
Nach dem Schwelgen im Angebot der Tagungshotels erwischte uns dann nach der Rückkehr an die Universität Gießen dann kalt das Angebot der Händler in Hessen: "Malt Whisky - nie gehört!"
Gebürtig aus dem Bundesland Bremen und in der Annahme, dass es irgendwo in der Hafenstadt Bremen den Importeur für irgendeinen Malt Whisky geben müsse, wurde mir die Regelung des dringend benötigten Nachschubs auferlegt. Ganz so einfach, wie es sich meine Studienkollegen vorstellten, war die Suche nach einem Importeur für Malt Whisky dann doch nicht. Aber während der nächsten Semesterferien wurde ich fündig und mit viel Überzeugungskunst belieferte uns dann ein Bremer Importeur mit TORMORE. Für Anfragen bei weiteren Importeuren war die Lieferanschrift "Institut für Analytische Chemie" immer wieder ein Hindernis. Das Wort analytisch im Institutsnamen war häufig Anlass zu Spekulationen. Wollten wir etwa den Whisky analysieren und pressewirksam auf gesundheitsschädliche Komponenten hinweisen??
Die Lösung des Problems erfolgte durch die Gründung einer Institutskantine - untergebracht in einem kleinen Laboruntertisch!

Die Verbreitung der Information in der chemischen Industrie, dass in unserem Institut edler Malt Whisky zu erwerben sei, führte bald zu steigenden Umsätzen der "Institutskantine".
Unter den Freunden des Malts kristallisierte sich schnell eine Vorliebe für die Destillate der Insel Islay heraus, die aber in Deutschland nur sehr schwer zu bekommen waren. Was tun?
LAPHROAIG gehörte damals wie TORMORE zu Long John International und so wurde der Bremer Importeur für den TORMORE zur Beschaffung auch von LAPHROAIG gedrängt.
Die Einfuhr einer neuen Sorte war für den Importeur aber mit etlicher Schreibarbeit verbunden und um diese zu vermeiden, wurde die Mindestabnahmemenge auf 600 Flaschen hochgeschraubt.
Es kostete mich etliche Telefonate und Schreiben, bis ich eine ausreichende Zahl an Vorbestellungen hatte und nun zum Erstaunen des Importeurs den Auftrag erteilen konnte.
Der LAPHROAIG traf bald ein und schon drei Monate später wurde die nächste Palette bestellt und ich stieg damit beim Bremer Importeur zum ernstzunehmenden Kunden auf.
Vom Malt Whisky begeistert, begann nun der "harte Kern" der Maltfreunde in Gießen, die Kunde über das edle Getränk mit fast missionarischem Eifer bundesweit zu verbreiten - natürlich unter dem Einfluss des Studiums nach rein naturwissenschaftlichen Ausbildungsverfahren.
Vor dem Erwerb des (pseudo)-wissenschaftlichen Grades eines stud.malt, cand.malt oder sogar Dipl.Malt standen Anfänger und Fortgeschrittenenpraktika - natürlich mit Bescheinigung nach einer entsprechender Abschlussprüfung.
Während eines Besuches bei John Milroy in London wurde am 13.03.1976 der wohl erste Malt Whisky Klub Deutschlands gegründet. Aufnahmebedingung war der Nachweis des Besitzes von mindestens 50 Sorten Malt Whisky. Da zu jener Zeit nur GLENFARCLAS und MACALLAN mehr als eine Abfüllung anboten, war mit dieser Vorgabe das Zusammentragen von Malts aus fast 50 Brennereien erforderlich, ein für die Zeit doch sehr hochgestecktes Ziel. Die Klubaktivitäten konnten nicht im Institut erfolgen.
Das Vereinslokal war daher das "Steakhaus" in Lollar (bei Gießen), wo auch Verkostungsabende für Interessenten stattfanden.
Die Führung eines Vereins bedeutet intensive Arbeit, die die Gründer nach dem Wechsel von der Universität in das Berufsleben auch aufgrund der räumlichen Entfernung nicht mehr im benötigten Maße investieren konnten.
Die Klubaktivitäten schliefen langsam ein. Zusätzlich war durch das umfangreiche Angebot der dann 1977 gegründeten SCOMA eine wesentliche Aufgabe, Tauschzentrum für den Besitz einer möglichst großen Zahl an Maltsorten zu sein, hinfällig geworden.
Bereits in Gießen erfolgten Ende 1974 erste Importe direkt aus Schottland - von der SPRINGBANK Brennerei, die uns aber den Malt nicht mit dem Originaletikett liefern wollte, sondern nur unter dem Bastard-Etikett DUNAVERTY.
Mir war das Etikett egal - ich wollte endlich direkt aus Schottland beziehen.
Der Import selbst gestaltete sich schwieriger als erwartet, denn sowohl der am Zollamt Gießen zuständige Beamte wie auch ich hatte noch nie eine solche Sendung (immerhin 2 Karton = 24 Flaschen) von Whisky zolltechnisch abgefertigt. Nach 2 Tagen gemeinsamen Studiums der Vorschriften fanden wir eine für beide Seiten akzeptable Lösung.

 

Die Zeit in Köln
1975 ereilte dann auch mich das Schicksal eines jeden Studenten. Studium und Promotion waren abgeschlossen und es ging nun hinaus ins Berufsleben. Die Stadt Köln nahm mich unter Vertrag.
So hatte ich einerseits viele am Whisky interessierte Ehemalige des Instituts in der chemischen Industrie im Großraum Köln und andererseits die Durstigen an der Universität Gießen zu beliefern. Roland Lösch und Horst Klassen - beide aus dem gleichen Institut - übernahmen dann die Versorgung der Gießener, während ich mich dem Nachschub für die Ehemaligen widmete. So entstanden in Gießen und Köln Warenlager, die jeweils bequem in einen großen Wandschrank passten. Der Einkauf erfolgte aber weiterhin zentral über mich.
Kontakte in die von Köln schnell erreichbaren BENELUX-Länder wurden geknüpft und gar manche Flasche wanderte über die Grenzen - ohne die eigentlich fälligen Abgaben.
Steigende Umsätze und stärkere Grenzkontrollen bei immer größeren Mengen an Whiskyflaschen im Auto sowie der Rat eines befreundeten Anwaltes ließen die Gründung eines Unternehmens sinnvoll erscheinen, um vom "Sammelbesteller" für Freunde und Bekannte zum richtigen Händler mit angemeldetem Gewerbe zu werden. Gesagt, getan: am 26.10.1977 wurde die SCOTCH MALT WHISKY GmbH mit notariell beglaubigtem Vertrag gegründet und in das Handelsregister der Stadt Bergisch Gladbach eingetragen. Dem zuständigen Verwaltungsbeamten war der Firmenname zu lang. Er empfahl daher nach längerem Nachdenken die Abkürzung SCOMA und wollte uns auch gleich eine Brennlizenz erteilen. Das Namenskürzel haben wir spontan angenommen, die Brennlizenz lehnten wir dankend ab.

Firmengründer waren die Chemiker Drs. Lösch, Klassen, Setter sowie der Anwalt Kath, Sitz der Gesellschaft war Bergisch Gladbach, Firmenanschrift hingegen nur ein Postfach in Köln-Porz. Die Ehemaligen des Gießener Institutes verschlug es nicht nur in den Kölner Raum, sondern sie arbeiteten über die ganze Bundesrepublik verstreut - und wollten nicht nur bei Besuchen in Gießen oder Köln einkaufen können. So entstand aufgrund entsprechender Nachfragen und meiner beruflichen Einbindung SCOMA nicht als Ladengeschäft, sondern als reiner Versandhandel (mit lokalem Verkauf im Gießener Institut).

Damit war SCOMA der erste Versandhandel Deutschlands für Malt Whisky, für die damalige Zeit ein Novum. Die Idee wurde daher häufig belächelt und das Projekt zum baldigen Scheitern eingestuft. Inzwischen als Geschäftsidee oft kopiert ist der Versandhandel für Malt Whisky heute zu einer fest etablierten Geschäftsform geworden.
Die von Gießen eingefädelten Kontakte zur SPRINGBANK-Brennerei wurden in den nächsten Jahren intensiviert und auf das Tochterunternehmen CADENHEAD ausgeweitet.
Die steigende, von uns mit angestoßene Nachfrage in der Bundesrepublik nach SPRINGBANK führte bald dazu, dass ein Importeur für diesen Malt notwendig erschien. Die direkte Belieferung von SCOMA wurde ein- und auf den neuen Importeur umgestellt. Die Geschäftsbeziehung zu CADENHEAD war davon nicht betroffen und auch die Kontakte zur SPRINGBANK Brennerei blieben sehr gut. Gar mancher Kunde von SCOMA konnte über mich Fässer mit frischen Destillaten aus der Brennerei erwerben (SPRINGBANK, LONGROW, HAZELBURN), bis der Verkauf von Fässern an Privatinvestoren im letzten Jahr eingestellt wurde. Die Kontakte zu den Managern blieben auch nach deren Ausscheiden aus den Diensten der Brennerei bestehen.
Manches für SCOMA abgefüllte Fass konnten wir erst durch ihre Vermittlung erwerben.
Auch die heutigen Kontakte zu BRUICHLADDICH haben ihren Ursprung in der Zusammenarbeit mit SPRINGBANK.
Die Bekanntschaft mit den Schotten Slim Cowell und Larry Martindill in Hamburg - beide leider verstorben - eröffnete uns die Kontakt zu GLENFARCLAS und GORDON & MACPHAIL. Die Zusammenarbeit mit G&M ist bis heute erhalten geblieben und weiterhinfür unser Unternehmen eine sehr wichtige Geschäftsbeziehung!
Wie schon den bisherigen Zeilen zu entnehmen, war SCOMA zu Beginn eine reine "Kellerfirma", aber stets auf das Interesse der Kunden ausgerichtet. Aus den Genießern des nun über uns erhältlichen Malts wurden schnell auch Sammler. Es war immer ein wichtiger Teil unserer Firmenpolitik, nicht nur den "normalen" Konsumenten zu beliefern, sondern auch dem Sammler Neues und Seltenes zu bieten. Mit dem Import der Abfüllungen von G&M und CADENHEAD waren wir in der Lage, Abfüllungen von fast allen Brennereien Schottlands auf dem deutschen Markt anzubieten - ebenfalls ein Novum! Da Abfüllungen von Islay Malts - wenn überhaupt, dann nur mit 40 Vol% - schwierig zu erhalten waren und unsere Kunden aber "Natur pur" wünschten, kauften wir Islay Malt gleich fassweise und starteten unsere ersten eigenen Abfüllungen (ARDBEG, LAPHROAIG ) - natürlich in Fassstärke und ohne Zuckerfarbstoff. Letzteres eine bis heute beibehaltene Philosophie unseres Hauses, zu der dann noch bei Abfüllungen mit 43 oder 46 Vol% hinzukommt, dass keine Kältefiltration erfolgt. Unser Kunde soll den Malt mit naturbelassener Aromapalette genießen können. Damit haben wir schon früh eine Einstellung vertreten, die in den letzten Jahren lautstark von Fachleuten und Konsumenten gefordert wird.
Seit 1995 erfolgen die eigenen Abfüllungen unter dem als Warenzeichen eingetragenen Namen GLENSCOMA.
Firmenphilosophie, gewachsen aus norddeutscher Tradtion, ist das Wirken im Stillen, nicht das lautstarke Trommeln. Wir überzeugen lieber durch Sachkenntnis und Kompetenz! Statt markiger Texte in Rundschreiben bevorzuge ich das Gespräch mit Teilnehmern meiner Seminare oder Kunden am Telefon, denn im Gespräch kann ich intensiver auf die Fragen eingehen und mein Wissen weiterreichen.
Kontaktpflege zu Kunden und zum Lieferanten ist sehr wichtig für die Entwicklung eines Unternehmens. Der Kontakt zu den Kunden findet vorwiegend per Telefon, aber auch im Laden, in Seminaren oder auf Messen statt. Für die Pflege und Erweiterung der Kontakte zu den Geschäftspartnern in Schottland sind regelmäßige Besuche vor Ort notwendig. In den Gründungsjahren von SCOMA war ein deutscher Whiskyhändler noch selten und dies erleichterte die Kontaktaufnahme zur jeweiligen Geschäftsführung. Damals aufgebaute, über die Jahre gemeinsamer Geschäftsbeziehungen gewachsene Kontakte helfen uns noch heute, neue Geschäftskontakte einzufädeln.
Die zahlreichen Reisen der Firmengründer nach Schottland vertieften die Kenntnisse über die Herstellung von Whisky, Geschichte des Landes und der Brennereien und fanden ihren Niederschlag 1980/81 im ersten Buch in deutscher Sprache zur Herstellung von Malt Whisky (Setter, Lösch, Klassen: WHISKY).
Ein Buch, das dem damaligen Trend entsprechend als reines Sachbuch ohne die heutige Überbetonung der Verkostungen geschrieben wurde. Das Buch ist heute vergriffen und soll aktualisiert werden, sobald die Autoren Zeit dazu haben - also nach der Pensionierung!
Bei meinen Schottlandreisen besuchte ich gar manche Brennerei und fand in den Läden viele interessante Utensilien um den Whiskygenuss herum, die in Deutschland noch nicht erhältlich, aber für den Sammler und Genießer wichtig waren. Daher schleppte ich Wagenladungen von Bartowels, Wasserkrügen, Gläsern mit Brennereilogo, Untersetzer, Bekleidung und auch manche nur in der Brennerei erhältliche Sonderabfüllung nach Deutschland. Anfangs von den deutschen Importeuren als unnötiger Schnickschnack belächelt, gehören auch diese Dinge inzwischen zum Angebot der Importeure und damit eines jeden Fachhändlers.
Hinter dem Firmenkonzept Versandhandel stand auch die Erkenntnis, dass das Unternehmen in den nächsten Jahren nicht die Haupterwerbsquelle sein würde und ein beruflich bedingter Ortswechsel mit einem Versandunternehmen leichter zu vollziehen ist als mit einem Ladengeschäft.
Bei Besuchen in Gießen lernte ich meine Frau kennen, die nach der Geburt unserer drei Kinder die Berufstätigkeit aufgab, schnell zur wichtigsten Person in der Firma wurde und ab 1986 die Geschäftsführung übernahm.


Die Zeit in Schortens

1982 wechselte ich den Arbeitgeber und zog nach Schortens, Kreis Friesland - und SCOMA zog mit um. Aus der "Kellerfirma" wurde nunmehr eine "Garagenfirma", denn die Vorräte lagerten nun in einer Garage neben dem Haushaltsraum. Ein idealer Packtisch war dort unsere Tiefkühltruhe. Dazwischen spielten die Kinder in und mit den leeren Whiskykartons und bauten Burgen, Häuser oder Eisenbahnen.
Der Gedanke, den Kindern und auch SCOMA eine ruhige Entwicklung durch Verbleib am gleichen Ort zu ermöglichen, war Anlass zum Erwerb eines eigenen Hauses mit ausreichendem Kellerraum, speziell für die Firmenentwicklung.
Gar mancher Kunde erinnert sich gern an Besuche in unserer (nun erneut) "Kellerfirma", deren Räumlichkeiten aufgrund der steigenden Nachfrage nach Malt bald wieder zu eng wurden. Um an die Vorratsregale zu gelangen, mussten die Kunden über aufgestapelte Vorräte steigen, zwischen den Packerinnen sich hindurchschlängeln und darauf achten, den spielenden Kindern nicht auf die Finger zu treten. Doch vermissen eben diese Kunden inzwischen an unserem heutigen Gebäude die nostalgische Note. Doch zurück zur Entwicklung von SCOMA. Waren anfangs noch alle Kunden und Lieferantendaten auf Karteikarten notiert, erfolgte Anfang 1986 der Einstieg in die elektronische Erfassung und Verarbeitung der Daten. Fertigprogramme vom Markt erfüllten nicht die Erwartungen oder hätten kostenintensiv angepaßt werden müssen.
Über einen Versandhandel einer anderen Branche erhielten wir Kontakt zu einem Software-Unternehmen, das sich auf Programme für Versandhandel spezialisiert hat. Und doch hatten wir teure Sonderwünsche (offenes Branntweinlager, etc.).
Neueste Entwicklungen in den Schutzprogrammen geben uns demnächst die Möglichkeit, den von uns freigegeben Warenbestand ins Internet zu stellen.
Damit erhält der Kunde direkten Zugriff auf die Vorräte, d.h. er kann nur bestellen, was auch vorrätig ist oder innerhalb weniger Tage angeliefert wird. Dies spart uns künftig Arbeit und dem Kunden Ärger bei Bestellung von doch nicht mehr vorrätigen Flaschen.
1996 wagten wir unter der Anleitung eines IT-Unternehmens in Hannover den Sprung in das neue Medium Internet, dessen Zukunft damals noch nicht gesichert war, sich aber inzwischen als eine ideale Kommunikationsplattform zwischen Kunden und SCOMA entwickelt hat.
Die althergebrachte Form der Kundenkontakte in der Form des persönlichen Gespräches am Telefon, im Laden oder auf einer Messe soll wie auch die gedruckte Information vorerst beibehalten werden. 1988 beschloss der Gesellschafter R. Lösch den Ausstieg aus dem Unternehmen und sein Anteil wurde von meiner Frau übernommen.

 

Die Zeit in Jever

Irgendwann waren die großzügig eingeplanten Kellerräume unseres Hauses für SCOMA zu klein geworden. Im Weihnachtsgeschäft waren die Kellertreppen vollgestapelt, die Sauna zu einem Lager umfunktioniert und die Garagen als Zwischenlager für Packmittel zweckentfremdet.
So entschlossen wir uns, aus der "Kellerfirma" ein "richtiges" Unternehmen zu schaffen. 3.000 m² Bauland wurden von der Stadt Jever erworben und 1995 vorerst auf 1.000 m² Grundfläche ein Gebäude mit Lager, Versand, Büro und Laden errichtet. Die Ladeneinrichtung wurde von vornherein so konzipiert, dass im Laden Seminare durchgeführt werden können, um dem steigenden Informationsbedarf unserer Kunden nachzukommen.
Mit unserem Neubau war Jever nicht mehr nur die Stadt des friesisch-herben Bieres, sondern wurde für viele auch zu einem Ort des Malt Whiskies - besonders für die zahlreichen Teilnehmer unserer Seminare. Nach nunmehr sieben Jahren Nutzung des neuen Gebäudes haben wir wieder einen in jeder Firmenentwicklung bekannten Stand erreicht: das Unternehmen platzt aus allen Nähten!


Zukunft der Unternehmens

Schwerpunkt soll weiterhin die Versorgung der Kunden (Sammler wie Konsumenten) mit Originalabfüllungen und den Angeboten der wichtigsten  Unabhängigen Abfüllern zu vernünftigen, auch unsere Kosten deckenden Preisen sein. Aufgrund der inflationären Entwicklung bei Preisen, der Vielzahl von Sonderabfüllungen - GLENMORANGIE, MACALLAN - und den zahlreicher werdenden Unabhängigen Abfüllern ist besonders für die Sammler bei den Originalabfüllungen eine schnelle Beschaffung angestrebt, aber nicht für jeden Preis der Vorlieferanten. Nicht jede Flasche von Unabhängigen Abfüllern kann bevorratet werden - und neue, uns persönlich wenig bekannte Abfüller werden erst nach einer Beobachtung der Nachfrage im Kreise unserer Kunden in unser Lieferprogramm aufgenommen.

Zwischen den Whiskykartons aufgewachsen, fanden zwei der Kinder Interesse an diesem Getränk - und zwar für den Handel damit. Beide bereiten sich durch ein Betriebswirtschaftsstudium auf eine mögliche Übernahme des Unternehmens zum geeigneten Zeitpunkt vor. Zusätzlich haben beide sehr unterschiedliche Wege gefunden, um sich weiter in die Materie Whisky einzuarbeiten. Während unsere ältere Tochter Catharina lange Zeit in Schottland verbracht und dort unter anderem als Tourguider für Isle of Arran und Glenfiddich gearbeitet hat, setzt die Jüngere Cornelia auf den Einfluss der großen Importeure und absolviert nach einem Praxissemester im Bereich Marketing bei Schlumberger jetzt ein weiteres Praktikum bei MAXXIUM Wiesbaden. Unser Sohn Aike fühlt sich zwar ganz wie der stolze Vater den Naturwissenschaften verbunden, hilft aber immer wieder an den Wochenenden aus.

 

Dr. Jürgen Setter

 

 



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